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Woher kommt die Kinderphilosophie?
Wie wird sie betrieben?

 

Wenn die Sterne Schnupfen haben

 

 
Ein Artikel über Kinderphilosophie
von Eva Zoller Morf
im Wochenend-Journal der Neuen Luzerner Zeitung, Ausgabe vom 17. August 1996

mit Ergänzungen im 2007, nach weiteren 10 Jahren Käuzli und Kinderphilosophie (Text in blau)

und weiteren Ergänzungen 2012, nach Erscheinen des dritten Buches von Eva Zoller Morf (in rot)

 

Wenn Sterne Schnupfen haben...

Vor zehn Jahren hat die sogenannte „Kinderphilosophie“ auch in der Schweiz Einzug gehalten. In Schulen und Elternhäusern wird seither „philosophiert“, als wäre die Sache ein Kinderspiel. Steckt vielleicht mehr dahinter als ein fröhliches Drauflosplaudern?

„Warum sagt man den Sternschnuppen eigentlich so? Ist das, weil die Sterne niesen, wenn wir eine Schnuppe sehen?“

Wer hellhörig auf Kinderfragen achtet, wird oftmals staunen, mit welcher Phantasie schon Vierjährige eigene Antworten erfinden auf Fragen, die wir Erwachsenen schon gar nicht mehr stellen. Wir haben uns leider meist abgewöhnt, nach Dingen zu forschen, auf die es kaum eine befriedigende Antwort geben wird. Das ist eigentlich schade, denn nicht selten liegen gerade dort jene Geheimnisse versteckt, die schon Philosophen wie Platon oder Sokrates faszinierten. „Der gestirnte Himmel über mir... und das moralische Gesetz in mir“, darüber wunderte sich zum Beispiel selbst der grosse Immanuel Kant, und Hans Saner meint in einem seiner Aufsätze: „Philosophieren ist die Kunst, Fragen zu stellen, ohne befriedigende Antworten zu erwarten.“ Damit wären wir also beim Thema: Wie kann das denn zusammenpassen, Kinder und Philosophie?

Angefangen hatte es in den Siebzigerjahren mit einem Philosophie-Profes­sor in Amerika, der bei seinen StudentInnen des öftern Defizite bezüglich ihres logischen Denkvermögens festzustellen glaubte. Man sollte schon Schulkindern beibringen, wie man richtig überlegt und schlüssige Folgerungen zieht, war deshalb sein Gedanke.

Also begann Matthew Lipman Kindergeschichten zu verfassen, die zu philosophischem Denken anregen wollten. Die erste einer ganzen Serie hiess „Harry Stottelmeiers Entdeckung“ (im Namen des Zwölfjährigen versteckt sich der englische Name des Entdeckers unserer Logik, nämlich „Aristotle“), und sie beginnt mit einer Schulstunde über die Himmelskörper. Im umfangreichen Handbuch, das Lipman und sein Team für die philosophisch nicht speziell ausgebildeten Lehrkräfte mitlieferte, wird erläutert, wie anhand der Kindergespräche im SchülerInnenbuch auch mit eigenen Schulklassen gleichen Alters das philosophische ABC eingeübt werden kann, und zwar auf eine Weise, die den Kindern sogar Spass macht. Es gibt da nämlich vieles zu entdecken über uns selbst, über unser Denken, unsere Sprache, unsere Moral...

Dem ersten Band folgten weitere, bis ein Lehrgang von Kindergartenstufe bis Maturalter entwickelt war. Die Schwerpunktthemen reichen von Logik über Ethik und Ästhetik bis zur Staatsphilosophie, und für die jüngsten Jahrgänge wird an Sprache und Bedeutung, an guten Gründen und an stichhaltigen Argumenten gearbeitet. Von diesem umfangreichen Curriculum gibt es bisher zwei Doppelbände auch in Deutsch (nebst zahlreichen Übersetzungen in andere Sprachen). „Harry Stottelmeiers Entdeckung“ und das Buch „Pixie“ (für PrimarschülerInnen ab etwa neun Jahren) werden teilweise auch in Schweizer Schulen bereits eingesetzt, um mit Kindern über Logik, Sprache und Bedeutung nachzudenken.

In Deutschland begann man in den Achtzigerjahren in Grundschulen das Fach Ethik anzubieten, das Gelegenheit zum Philosophieren mit Kindern gab. Daher entstanden dort neue Texte, die zu tiefgründigen Gesprächen einladen sollten (ein sehr empfehlenswertes Buch heisst zum Beispiel „Himmel, Erde und ich - Geschichten zum Nachdenken über den Sinn des Lebens, den Wert der Dinge und die Erkenntnis der Welt“ von Helmut Schreier im Dieck Verlag 1993).

Doch es blieb nicht beim Philosophieren mit Schulkindern, denn bald schon erlebte eine Kinderphilosophin in Hamburg, wie selbst Vorschulkinder mit Begeisterung über Fragen diskutierten, welche sie selbst aufgeworfen hatten. Als Mutter zweier Kinder wusste Barbara Brüning nur zu gut um die 1001 Fragen, welche von morgens bis abends in kleinen Köpfen herumhüpfen, und sie beschloss, die SpielkameradInnen ihrer sechsjährigen Tochter (manchmal samt deren Müttern) zu regelmässigen philosophischen Gesprächsrunden einzuladen. Thema waren Fragen, welche die Kinder selbst gestellt hatten, wie zum Beispiel: „Woher kommt eigentlich die Welt?“ oder „Wo hört der Himmel auf?“ oder aus dem moralischen Bereich: „Warum dürfen Erwachsene eigentlich Dinge tun, die man Kindern verbietet?“ Selbst religiöse Probleme blieben nicht unhinterfragt:: „Warum tut Gott nichts, wenn Kinder verhungern?“ oder „Ist man nach dem Tod ein Engel?“ Manchmal wurde mit Hilfe von Farbstiften und Papier „diskutiert“, öfters auch durch Rollenspiele, in denen die Kinder ihre Vorschläge und Ideen zu den offenen Fragen darstellten (nach­zulesen in Brünings Buch „Mit dem Kompass durch das Labyrinth der Welt“, Leibnitz-Bücherwarte 1990).

Nebst Barbara Brüning beschäftigen sich in Deutschland unterdessen mehrere Pädagogik-Institute mit der Kinderphilosophie, zum Beispiel an der Uni in Hamburg, in Hannover, in Berlin oder in München. Immer neue Möglichkeiten, auf die Lebens- und Sinnfragen von Kindern und Jugendlichen einzutreten, wurden gesucht und Bücher darüber geschrieben („Kinder sind Philosophen“ von Hans-Ludwig Freese, „Philosophische Gespräche mit Kindern“ von Gareth Matthews und später mein eigenes, „Die kleinen Philosophen“). Daneben geriet die eher etwas trockenere „Denkschulung“ der Amerikaner ein wenig ins Hintertreffen.

Als ich 1986 im Rahmen meines Philosophie- und Pädagogikstudiums damit begann, die sehr unterschiedlichen Ansätze von „Philosophy for Children“ bis „Philosophieren mit Kindern“ zu studieren, beschäftigten mich vor allem zwei Fragen:

Ist das, was hier mit Kindern geschieht, wirklich etwas Philosophisches? Und zweitens: Wozu soll das gut sein?

Um das Pferd gleich beim Schwanz aufzuzäumen (das entspricht der hinterfragenden Haltung der Philosophie ja sowieso!), will ich vorweg schon mal die Antwort auf die zweite Frage liefern (was wiederum gänzlich entgegen der kinderphilosophischen Absicht läuft, wo Fragen nicht beantwortet, sondern in erster Linie zurückgegeben werden).

Also: Gut ist das „Philosophieren“ (wenn es denn diesen Namen verdienen sollte) schon ganz einfach deshalb, weil es einem elementaren Bedürfnis entspricht, das wir alle als Kinder noch kannten: das Bedürfnis nach Orientierung in einer für Kinder als „LebensanfängerInnen“ noch täglich neuen Welt. „Wer sammeln würde, könnte eine reiche Kinderphilosophie berichten“, schrieb Karl Jaspers in seiner „Einführung in die Philosophie“, und: „Es ist, als ob wir mit den Jahren in das Gefängnis von Konventionen und Meinungen, der Verdeckungen und Unbefragtheiten eintreten, wobei wir die Unbefangenheit des Kindes verlieren.“ Dieses Gefängnis zu sprengen, sich in freien Gedankenflügen, spielerisch wie ein Kind, mit grossen Fragen auseinanderzusetzen, das macht wirklich Spass! „Wer nie Philosophie, richtige Philosophie, mit einem Kind oder einer Gruppe von Kindern getrieben hat, hat eine der schönsten Gaben, die das Leben zu bieten hat, verpasst“, so der Kinderphilosoph und zweifache Vater Gareth Matthews in seinem Buch „Denkproben“ (Freese Verlag 1991).

Aber ist es denn wirklich Philosophie? Nun, was Philosophie sei, darüber gehen die Meinungen ungefähr so weit auseinander wie bei der Frage, was Liebe, was Wahrheit oder was Schönheit sei. Mit Sicherheit ist Kinderphilosophie nicht das, was an Hochschulen von Fachleuten betrieben wird. Es geht auch erst in letzter Linie (und nur bei grösseren Kindern oder Jugendlichen) darum, dass Philosophen und deren Bücher kennengelernt werden. (Wer das gerne will, findet mit Jugendlichen einen guten Einstieg über Jostein Gaarders berühmt gewordenen Philosophie-Ro­man „Sofies Welt“, Hanser Verlag 1993.) Was KinderphilosophInnen dagegen als sehr wertvoll und wichtig erachten, das ist die Tätigkeit des Philosophierens selber: Das schöpferische, phantasiereiche, unverfrorene, ungehemmte, freud- und interessevolle, tiefgründige Nachsinnen über die Rätsel unseres Daseins, über Gott und die Welt, vor allem aber über unser eigenes Leben mitten in diesem Wunder von Schöpfung, die doch gerade wegen unserer Gedankenlosigkeit so stark bedroht und gefährdet ist.

Dieses Philosophieren mit Kindern ist inhaltlich verwandt mit Religion, mit Psychologie, mit Soziologie und anderen Einzelwissenschaften. Vom Verfahren her geht es weiter als jede einfach nur unterhaltsame Diskussion über dieses und jenes, denn Kinder lernen hier, ein Thema diszipliniert und gründlich anzugehen, bis sie es besser verstehen können.

Als ich nach meinem Uni-Abschluss (mit dem Thema „Philosophieren lernen und lehren in der Volksschule“) damit begann, die Kinderphilosophie in der Schweiz bekannt zu machen, stiess ich auf grosses Interesse. Erste Kurse in der LehrerInnenfortbildung füllten sich im Nu (anfänglich nur in Basel, Zürich und Luzern, mittlerweile aber abwechslungsweise in fast allen deutschsprachigen Kantonen), und mehrere Radiosendungen machten das Philosophieren mit Kindern bald auch unter Eltern bekannt. Ich biete deshalb (leider meistens immer noch als einzige in der Schweiz) auch für sie Einführungsveranstaltungen, Übungskurse oder Wochenend-Seminare an. 

Schwerpunkte meiner Arbeit in all den vielen Kursen der letzten Jahre waren einerseits die (philosophischen) Kinderfragen und andrerseits der kreative Umgang mit Kinderbüchern (bei­des Themen meines Buches „Die kleinen Philosophen“, Orell Füessli Verlag, 4. Aufl. 2000). Das zweite Buch heisst „Philosophische Reise“, Orell Füessli Verlag, 3. Aufl. 2006. Es soll LehrerInnen und Eltern vor allem Impulse für philosophische Gespräche mit Schulkindern über Fragen wie "Woher kommen wir?" "Wohin gehen wir?" und "Wozu sind wir auf dieser Welt?" vermitteln.

Was ist seither mit der Kinderphilosophie in der Schweiz geschehen?

Als ich 1992 s'Käuzli ins Zürcher Weinland zügelte, bekam die Dokustelle endlich mehr Platz: Einen Gruppenraum für Wochenend- und Ferienkurse mit zwei Wänden voller Bücher zum Philosophieren, die sich im Laufe der Erfahrungen angesammelt hatten. Und als man beim Thurgauer Kindergarten-Seminar in Amriswil eine Dozentin für Pädagogik und Religion suchte, schlug ich vor, das Philosophieren mit Kindern dort vorzustellen. Dies fand so guten Anklang, dass es im Jahr darauf in den Lehrplan aufgenommen wurde, und ich ein eigenes Fach dafür zugeteilt bekam. Bald erhielt ich auch die Religion und schliesslich noch die Jugendliteratur zu diesem Lehrauftrag hinzu, was eine ideale Kombination darstellte.
Als dann schweizweit alle Seminare in Pädagogische Hochschulen umgewandelt wurden, gelang es 2003 dank der mehrjährigen Amriswiler Erfahrung, die Kinderphilosophie auch in die PHTG in Kreuzlingen einzubinden, und zwar nicht nur für die Vorschulstufe, die mit zwei Modulen in der Ausbildung eine vorzügliche Voraussetzung bietet, sondern auch die Studierenden der Primarstufe haben nun die Gelegenheit, ein Semester lang das Philosophieren mit Kindern kennen und in Praktika anwenden zu lernen.

Das Beispiel machte Schule, andere PHs begannen sich dafür zu interessieren, und heute ist das Philosophieren beinahe in der ganzen Deutschschweizer Lehrerinnen- und Lehrerbildung ein Thema. Allerdings wird es meistens in bestehende Module eingebaut, sei das in der Pädagogik, in der allgemeinen Didaktik, in der Ausbildung der Religionsbeauftragten oder in den Modulen für das in vielen Kantonen neu entstehende Fach Ethik oder Religion/en und Kultur/en.
Dafür braucht es nun zusätzlich Dozierende, deshalb habe ich meinen Beitrag im Buch "Lebendiges Philosophieren" des Netzwerkes philosophischer PraktikerInnen (www.philopraxis.ch) folgendermassen betitelt: Philosophieren mit Kindern - eine zukunftsträchtige Aufgabe für pädagogisch begabte Praktikerinnen und Praktiker. (Eine Rezension unseres gemeinsamen Sammelbandes finden Sie hier.)

Auch meine eigenen Seminare in der Dokustelle oder an auswärtigen Instituten fanden weitere InteressentInnen: Kleinkinderzieherinnen lernten, wie man schon Dreijährige zum Selberdenken ermutigen und ihre Phantasie herauslocken kann, indem man ihre 1001 Fragen nicht immer gleich zu beantworten versucht, sondern ihnen dabei hilft, eigene Antworten zu finden. KatechetInnen beider Landeskirchen buchten Einführungstage ins Philosophieren über religiöse Themen, HeilpädagogInnen und SprachlehrerInnen suchten Wege, die Methode für Ihre Kinder fruchtbar zu machen, die Schätze in guten Bilderbüchern wurden entdeckt und die Emotionale Kompetenz in Kommunikationskursen mittels Philosophieren gefördert. Auch Museumspädagoginnen verknüpften das Philosophieren mit ihren eigenen Methoden und lernten dabei Gespräche zu leiten, die Kinder zu eigenen Gedanken herausfordern, und sogar Spitalpersonal und Patienten erhielten philosophische Angebote.
Und weil alles Philosophieren mit Kindern voraussetzt, dass die gesprächsleitenden Erwachsenen selber mitdenken und (zwar zurückhaltend) mitreden, ergab es sich, dass aus der Dokumentationsstelle für Kinderphilosophie eine wurde, die auch Alltagsphilosophie einbezieht und anbietet. Dies mit Philosophierkursen für Erwachsene oder Lesegruppen zu Sofies Welt, bei denen die Philosophen der Geschichte uns zum Selberdenken einladen, oder auch mit dem "Café Philo", das Marc Sautet in Paris begründet hatte und das mittelrweile in vielen Städten angeboten wird. Im Käuzli ist aus Platzgründen zwar nur eine Miniatur-Ausgabe davon möglich, aber spannend sind diese sonntäglichen Gespräche bisher noch immer gewesen!

Natürlich sind in diesen vergangenen 10 Jahren auch wieder zahlreiche journalistische Beiträge entstanden in Schulzeitschriften, Büchern zur Begabtenförderung oder im erwähnten Reader "Lebendiges Philosophieren". Die Kinderbuchbibliothek ist Meter um Meter gewachsen, und zur Zeit sind mehrere Lehrmittel in Planung, die Handreichungen enthalten zum philosophischen Umgang mit Bilderbüchern. Eine Sammlung studentischer Vorschläge finden Sie auf www.elearning.phtg.ch/philosophieren, die in den Modulen an der PHTG entstanden ist.

Man sagt, je älter man werde, desto schneller verflögen die Jahre: die erlebte Zeit eines Jahres wird ein immer kleinerer Prozentsatz des gesamten bereits gelebten Lebens. Ja, dies kann ich nun - in meinem AHV-Alter - nur bestätigen. Hier die Neuigkeiten meinerseits in der Kinderphilosophie-Landschaft seit 2007 :

Die UNESCO hatte im 2007 den weltweiten Sammelbericht über das Philosophieren in Schulen herausgebracht unter dem Titel: Philosophy, a School of Freedom. Und an der UNESCO-Tagung 2011 in Mailand konnte ich erfahren, wie viel seither in aller Welt an Schulen weiter philosophiert worden ist. In der Schweiz vor allem in den Gymnasien, insbesondere in Biel, oder im nahen Frankreich, wo der sokratische Methodiker Oscar Brénifier mit seinen Lehrmitteln grosse Erfolge feiert. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Bundesländer, die den Ethik- und den Religionsunterricht philosophisch angehen. In  der Schweiz sind es aber immer noch wenige Pädagogische Hochschulen, die Lehrpersonen für diesen Unterrricht ausbilden - leider. Die PH Thurgau ist immer noch die einzige, die das Fach für die Vorschul- und Primarschullehrkräfte obligatorisch erteilt. Andere, wie die PH Bern oder die Uni in Luzern unterrichten das Philosophieren als Methode in Wahlfächern oder für den Religionsunterricht - dort dann "Theologisieren" genannt. 2012 ist nun mein letztes Jahr an der PHTG, doch glücklicherweise konnten Nachfolgerinnen gefunden werden, die das Fach weiterführen werden.

Ein weiteres Angebot für Eltern oder auch Lehrpersonen ist an der PHTG in den letzten Jahren entstanden: Analog zu den Hilfen für Kinderbücher-Gespräche (siehe oben) gibt es nun einen Link für den Umgang mit Kinderfragen: www.elearning.phtg.ch/kinderfragen . Schauen Sie doch mal rein, was die zukünftigen Kindergärtnerinnen Ihnen dort zu bieten haben! 

Als freiberufliches Käuzli werde ich jedoch weiter Kurse geben, und diese finden Sie wie jedes Jahr hier aufgelistet. Basis dafür ist mein drittes Buch, das 2010 beim Zytglogge-Verlag erschienen ist, und schon nach einem einzigen Jahr bereits ein zweites Mal aufgelegt werden konnte.

 Selber denken macht schlau ist ein Leitfaden für Schulen oder Eltern, die sich und ihren Kindern das Philosophieren selber beibringen möchten. Anhand vieler Bilderbücher - von Hans Fischers Klassiker "Pitschi" bis zu Wolf Erlbruchs grandiosen Werken (die auch Erwachsene lesen sollten!) "Die grosse Frage" und "Ente, Tod und Tulpe" erläutere ich schrittweise die "Werkzeuge der schlauen Denker und Denkerinnen" und deren Anwendung beim Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, so wie ich sie in meinem Studienaufenthalt 2009 in Hawaii bei Dr. Thomas Jackson kennen gelernt habe. Es beginnt mit dem Thema, das in meinem ersten, längst vergriffenen Buch "Die kleinen Philosophen" der Schwerpunkt war: der Umgang mit Kinderfragen. Es folgt eine Einführung in Jacksons Methode, die ich mit meiner "Hebammentechnik" verbunden habe. Im zweiten Teil bilden dann vor allem die moralischen Fragen, die Themen: Gefühle, Werte, Normen und die ebenfalls neu dazu gekommene Methode des "Caring Thinking" (einfühlsam teilnehmendes Denken, eine Verbindung von "Kopf" und "Herz"-Denken) den roten Faden, an dem die Methodik des philosophischen Dialogs erklärt wird. Und in einem dritten Teil geht es schliesslich um das angewandte Philosophieren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich existenzielle Fragen stellen über Tod, Sinn oder Gott.

Dies alles sind auch die Themen, die mich und meine weitere Arbeit prägen werden: Anthropologie, Ethik, Erkenntnisphilosophie und Religionsphilosophie, denn "Philosophieren heisst sterben lernen - heisst leben lernen" ! Ich wünsche mir noch viele Café Philos und andere Treffen mit Menschen, die mit mir auf diesem Weg weiter gehen wollen. Auf Wiedersehen im Käuzli! Auf Wiederlesen im www!

Eva Zoller Morf 

 
 
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