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s'Käuzli,
die Schweizer Dokumentationsstelle
 für Kinder- und Alltagsphilosophie

 

Wie ist sie entstanden? 
Was bietet sie an ?
Wie kommt man da hin ?

 direkt zur Wegbeschreibung zum Käuzli
    
s'Käuzli 
Schweizerische
Dokumentationsstelle
für
Kinder- und Alltagsphilosophie


Kirchrain 2,  CH- 8479 Altikon
Tel: 052 336 22 33 / Fax: 336 22 91
 
E-Mail:
mail@kinderphilosophie.ch

mit angeschlossener Versandbuchhandlung

Leitung: Eva Zoller, Philosophiepädagogin M.A.

s’Käuzli entstand 1987 aus einer Sammlung von Literatur (Theoriebücher, Lehr­mittel, Artikel) zur Kinderphilosophie und hat sich seither zu einer Institution gemausert, die nicht nur Informationen für Erziehende vermittelt, sondern auch entsprechende Bücher vertreibt und verschiedenste Kurse zur Kinder- und Alltags­philosophie anbietet. Sämtliche Veranstaltungen werden durch Eva Zoller geleitet; getragen werden sie zum Teil durch die offiziellen LehrerInnenfortbildungs- Institute, auch durch Elternvereine, Kirchen etc. oder durch s’Käuzli selber. Seit 2003 sind die Käuzli-Seminare auch als Module für Kindergärtnerinnen und Primarlehrkräfte des Kantons Thurgau an der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen etabliert.

s’Käuzli steht in der Kinderphilosophie-Landschaft ein bisschen exotisch da:

An keiner Uni angeschlossen, ohne Forschungsabteilung und MitarbeiterInnenstab, einfach entstanden durch die Initiative einer einzelnen Pädagogin, die dank mehrjähriger Erfahrung als Primarlehrerin und später als Studierende der Philosophie und der Religionen zur Überzeugung gelangt ist, dass Philosophieren eine allgemeinmenschliche Notwendigkeit ist, die es als Kulturtechnik in allen Schulen zu integrieren gilt. Dieser Aufgabe widmet sich Eva Zoller Morf seit ihrem Abschluss des Philosophie- und Religionsstudiums an der Uni Basel (1987). 

Für ihre Lizentiatsarbeit „Philosophieren lernen und lehren in der Volksschule“ (Basel 1987, vergriffen) trug Eva Zoller alles zusammen, was damals auf dem „Kiphi“-Markt vorlag, und sie stellte dabei fest, wie wenig davon in der Schweiz bekannt war. Dies wollte sie ändern. Als erstes stellte sie deshalb ihre gesammel­ten Unterlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung. So wurde s’Käuzli „geboren“ - vorerst als reine Dokumentationsstelle.

Dann begann sie Kinderphilosophie-Methodenkurse an die LehrerInnenfortbildungs-Institute heranzutragen und leitete dort bald erste Gruppen von Lehrkräften der 1.- 6. Klassen. Eine nebenbei als Journalistin tätige Kursteilneh­merin öffnete den Zugang zu den Medien, die das Thema sogleich als sehr aktuell erkannten und aufgriffen. Es folgten Ende der Achzigerjahre mehrere Artikel über Eva Zollers Arbeit in bekannten Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz, und mehrere ausführliche Radio- und TV-Sendungen (Mosaik, Montagsstudio, Familienrat...) mit Aufnahmen aus Schulklassen verhalfen dem Thema in der schweizerischen Pädagogik-Landschaft schliesslich zum Durchbruch.

1991 entstand der Elternratgeber Die kleinen Philosophen. Das Buch beinhaltet vor allem den philosophischen Umgang mit „schwierigen“ Kinderfragen, führt daneben aber in die Grundlagen des Philosophierens mit kleineren Kindern überhaupt ein. Es erfuhr 1996 beim pro juventute verlag bereits die vierte Aufl. 2000 und gilt heute vielerorts als Basisliteratur für Kindergärtnerinnen und Primarlehrkräfte. Herder brachte es als Taschenbuch heraus (inzwischen vergriffen), und seit einigen Jahren gibt es gar eine italienische, eine polnische und eine koreanische Version davon. Eine tschechische ist 2009 in Arbeit. Das deutsche Buch ist nun aber leider vergriffen.

1998 folgte das zweite Buch, die Philosophische Reise, das sich vermehrt auch an Lehrpersonen der Primarstufe richtet und die Lebensreise von Menschen und Welt von deren Entstehung bis zum Ende als Themen zum Philosophieren beschreibt. Auch dieses Ratgeberbuch wurde von Atlantis/pro juventute bei Orell Füessli 2006 bereits zum 3.Mal aufgelegt. (Die Herder Taschenbuchausgabe ist ebenfalls vergriffen.)

2010 erschien beim Verlag Zytglogge das neuste, dritte Buch von Eva Zoller Morf: 
Selber denken macht schlau - Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen -
Anregungen für Schule und Elternhaus
das Zollers erweiterte Erfahrungen im Umgang mit Kinderfragen und dem Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen enthält.

Seit 1992 steht s’Käuzli nun mit eigenem Kursraum und Bibliothek in Altikon im Zürcher Weinland. Das Angebot wurde erweitert mit Seminaren für Erwachsene, die nicht wegen ihrer Kinder, sondern ganz für sich selbst philoso­phieren lernen wollen. Deshalb heisst die Dokumentationsstelle jetzt „für Kinder- und Alltagsphilosophie“. Sie wird ergänzt durch eine kleine Buchhandlung mit Schwerpunkten Kinderbücher und Philosophie. 
Im Käuzli kann man unter Anderem ganz praxisnah die Inhalte der beiden einführenden Ratgeberbücher kennen und anwenden lernen - für Gespräche in der eigenen Familie oder in Kindergruppen schulischer oder ausserschulischer Art. Ab und zu finden auch Familienanlässe statt, wo Kinder und Erwachsene gemeinsam unter der Leitung von Eva Zoller philosophieren. Immer mehr Schulhausteams buchen sich ein eigenes Wochenende bei Eva Zoller im Käuzli. Frühzeitige Wünsche diesbezüglich können vielleicht noch in diesm Jahr erfüllt werden - siehe Veranstaltungskalender!

Käuzli-Kurse finden aber auch überall dort statt, wo mindestens zehn neugierige Erwachsene sich dies wünschen und einen Anlass organisieren wollen. Von dreistündigen Schnupperworkshops über Tages- und Wochenendkurse bis zu mehreren dreistündigen Übungsabenden liegt (fast) alles drin, was für Eva Zoller distanz­mässig einigermassen vernünftig zu schaffen ist. Am liebsten allerdings sind ihr die Veranstaltungen in den eigenen Räumlichkeiten, wenn sie ihr Privathaus für philosophische Gäste öffnet. Dies geschah in den vergangenen Jahren jeweils an mehreren Einzelabenden (meist als Abschluss für eine Übungsgruppe in der näheren Umgebung), sowie an acht bis zehn (verlängerten) Wochenenden oder Einzeltagen pro Jahr. Über aktuelle Seminare gibt das Jahresprogramm Auskunft.  

In der Dokumentationsstelle hat es Platz für Gruppen bis zu zwölf Personen; für einzelne Nachmittage oder Abende passen zur Not auch einmal zwanzig Leute in die Räumlichkeiten des Käuzlihauses. Bei grösseren Anlässen stehen ausser­dem weitere Räumlichkeiten in der kleinen Landgemeinde zur Verfügung, und für das leibliche Wohl der Gäste sorgen (nebst Lebenspartner, Hobbyfotograf für Zollers Publikationen und „Käuzli-Butler“ Robi Morf) sehr gern die Dorfbeizchen der Umgebung.  

Die Kursangebote reichen von allgemeinen Einführungsvorträgen oder längeren Seminaren zur Kinderphilosophie bis zu methodischen oder Themen­schwerpunkten wie zum Beispiel

- Umgang mit Kinderfragen (insbesondere solchen zum Tod)

- Gebrauch von speziellen philosophischen Kindergeschichten oder Lehrmitteln an 
  Kindergärten und Volksschulen aller Stufen

- Philosophieren mit Jugendlichen (z. B. über Identität oder ethische Fragen)

- Philosophische Gespräche zu den Bereichen Moral, Religion, Sprache...

- Unakademisches Philosophieren im und für den Alltag

- Philosophische Sonntage im Käuzli mit brennenden Fragen der Zeit  

Dabei werden oft Kinderbücher oder Denkspiele aus philosophischen Lehrmitteln der Dokumentationsstelle als Hilfsmittel benutzt und natürlich die Lebenserfahrungen der Teilnehmenden ganz praktisch mit einbezogen.  


Eva Zoller Morf erklärt dazu:

"Ich arbeite dabei häufig mit den verschiedensten Bilder- oder Textbüchern, die zu philosophischen Themen passen (Identität, Moral, Werte, Schöpfung, Tod, Raum, Zeit, Wahrnehmung, Phantasie/Wirklichkeit, Denken und Sprache...) oder mit den Geschichten aus Gareth Matthews‘ „Philosophischen Gesprächen mit Kindern“, Helmut Schreiers „Himmel, Erde und ich“ und Hans-Ludwig Freeses „Gedanken­reisen“ (leider vergriffen). Gelegentlich auch mal auszugsweise mit Matthew Lipmans Curriculum „Philosophy for Children“ oder mit Sequenzen aus Jostein Gaarders „Sofies Welt“. Für die Volksschule eignen sich ausserdem die Lehrmittel von Philip Cam „Sterben Äpfel auch?“ und „Können Augen sehen?“. (Inzwischen leider auch vergriffen. Für aktuellere Literatur siehe dort.)
Methodisch gehe ich dabei oft ähnlich vor, wie Barbara Brüning es in ihrem „Kompass durch das Labyrinth der Welt“ beschreibt, wie es Karin Murris in ihren englischen Lehrgängen zur Arbeit mit Kinderbüchern vorschlägt, oder wie Sie es in meinen eigenen Büchern nachlesen können.  

Es ist klar, dass niemand schon nach wenigen Stunden das Philosophieren beherrscht, so wenig wie dies beim Klavierspielen oder Sprachenlernen möglich ist. Trotzdem halte ich es für sinnvoll, dass möglichst viele Eltern und Lehrkräfte aller Stufen (auch des Kindergartens) von der Kinderphilosophie wissen und sich einfach ins Wagnis hinein trauen. Wer einmal auf den Geschmack dieser spannenden Gespräche gekommen ist, wird sie hoffentlich immer wieder versuchen. "Falsch" machen schadet ja nicht. Es kann höchstens sein, dass nicht viel dabei rauskommt! Und für diesen Fall gäbe es ja dann Weiterbildungsmöglichkeiten im Käuzli!

Der beste Weg zu tiefsinnigen Gesprächen führt meines Erachtens über das Erfahrungslernen. Deshalb erleben die Seminarteilnehmenden bei mir wenig reine Theorie, sondern wir üben uns gemeinsam im philosophischen Dialog über Themen, die auch - oder gerade - Kinder und Jugendliche interessieren. Manchmal sind Kinder für einen Nachmittag mit dabei oder ich gehe mit einer Lehrkraft in die Klasse. Meist muss ich es aber den Erziehenden überlassen, ihre Gesprächserfahrungen zu Hause oder in den Schulen selbst weiter zu geben: Learning by doing. Ich stelle ihnen die dafür hilfreiche Literatur vor und versuche in den Kursen ein Vorbild für sokratische Hebammenkunst zu geben, um die Teilnehmenden ihre eigenen Gesprächsfertigkeiten und ihre (pädagogische, psychologische und philosophische) „Weisheit“ entdecken zu lassen. Auch wenn ich sie in der kurzen Zeit nicht zu absolut sattelfesten Kinderphilosoph/innen ausbilden kann, haben die Kurse doch bestimmt einen ansehnlichen Einfluss auf das Gesprächsklima in den häuslichen und schulischen Fragegemeinschaften. Wenn mir dies gelingt, bin ich mit meine Arbeit zufrieden.“

  
Und so finden Sie uns am Kirchrain 2 im Käuzli in Altikon:

 

 

Wer mit dem Auto kommt, parkiert bitte auf dem öffentlichen Platz an der einzigen grösseren Kreuzung, wo auch das Restaurant Kreuzstrasse steht. Von dort sind es 50m zu Fuss Richtung Kirche hinauf bis zum Kirchrain 2.
Auch auf dem Brückenwaageplatz, wo der Bus ankommt (hinter dem Volg-Laden), hat es immer genug Parkplätze.

Zugreisende steigen in Winterthur in den Regionalzug nach Frauenfeld / Romanshorn um und fahren bis zur Station Rickenbach - Attikon. Von dort aus fährt (auch am Wochenende) der Postbus 615 bis zum Brückenwaageplatz Altikon. Bei einzelnen Kursen muss man schon in Oberwinterthur auf den Bus umsteigen.
s' Käuzli ist etwa 150 m bergwärts am Kirchrain 2 unterhalb der Kirche zu finden.

Fahrplan Bus und Zug siehe www.sbb.ch :
Von Zürich oder St. Gallen bis Winterthur, dann (mit Frauenfelder-Linie und Bus) bis Altikon (Brückenwaage) - oder bis Thalheim-Altikon (mit Etzwiler-Linie, 2km zu Fuss bis zum Käuzli !)

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